Hundeerziehung: Hilfe mein Welpe beisst – Was tun?

Hundeerziehung: Hilfe mein Welpe beisst – Was tun?

Wenn Welpen beißen – Ratschläge und Tipps dem Tier dieses unerwünschte Verhalten abzugewöhnen

Der Welpe begeistert die ganz Familie

Der Einzug des Welpen ging problemlos vonstatten und er entwickelte sich zum Liebling der ganzen Familie. Er genießt mit ganzen Herzen seinen Welpenschutz und langsam bilden sich gute, aber auch negative Charaktereigenschaften aus. Die Besitzer sind nun in der Pflicht, vorrangig die guten Charaktereigenschaften zu fördern. Der Welpe sollte schon von klein auf lernen, was er darf und was er unterlassen sollte. Er sollte seinen Namen kennen und auf Zuruf zu seinen Besitzern kommen, ebenso sollte er nach und nach die Grundkommandos kennenlernen. In dieser Zeit ist es unbedingt wichtig, dass man dem Welpen viel Zeit opfert. Man sollte einen kleinen Welpen am besten mit einem Kleinkind vergleichen, das noch viel lernen muss. Man sollte in der Lage sein, ihn zu einem ausgeglichenen Hund zu erziehen. Er sollte andere Hunde kennenlernen können und ihnen ruhig gegenüber treten, ohne Angst oder Aggressivität. Und das erfordert von den Besitzern viel Zeit und Durchhaltevermögen. Wer allerdings darauf vertraut, dass es mit dem Welpen schon klappen wird, der wird schnell erkennen, dass diese Rechnung nicht aufgeht und sich der Welpe eigene Wege sucht, die ihm viel Spaß machen, manchmal nicht zur Freude der Besitzer. Im schlimmsten Fall wird der Welpe der Familie auf der Nase herumtanzen, denn Hunde sind wie kleine Opportunisten, die den Weg des geringsten Widerstands suchen und gehen. Und so kann es dann passieren, dass die Familie ruft – Hilfe unser Welpe beißt !

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Was sollte man tun, wenn der Welpe beißt?

Was ist passiert? Bei einem Spiel mit dem Welpen setzte dieser plötzlich seine Zähne ein. Da Mutter Natur auch an die Kleinsten denkt, hat sie die kleinen Welpen mit nadelspitzen Zähnen ausgestattet. So kann man davon ausgehen, dass es ganz schön weh tut, wenn die kleinen Racker ihre Zähne in die Hände ihrer Besitzer schlagen. Auch wenn die Kleinen noch nicht viel Beißkraft besitzen spürt man schon deutlich ihre spitzen Zähne. Ganz besonders beim Spielen kann es passieren, dass die Kleinen zubeißen. Im Eifer des Gefechts kann es mit ihnen durchgehen, aber die Besitzer sollten den Kleinen zeigen, dass es nicht geht die Zähne einzusetzen. Passiert es doch einmal, dann sollte man durch einen kleinen Schrei oder einem Tonsignal den Welpen vermitteln, dass er etwas getan hat, was dem Mitspieler weh tut. Wenn Welpen miteinander spielen und sich knuffeln, dann stößt auch ein Welpe einen Schmerzensschrei aus, wenn er zu grob attackiert wurde. Das Spiel wird dadurch automatisch unterbrochen und der andere Welpe erschrickt und registriert für sich, dass er etwas falsch gemacht hat. In Verbindung mit dem Schrei und der Spielunterbrechung lernt er, dass mit dem Spiel Schluss ist, wenn er zu fest zubeißt. So wird er mit der Zeit vorsichtiger sein, denn er lernt, dass der Besitzer bei zu groben Spielen das Spiel unterbricht, sich auch nicht mehr bewegt und vor allem den Welpen nicht mehr ansieht. Nach einiger Zeit sollte der Besitzer das Spiel wieder fortgesetzt werden.

Hundewelpen beisst - was tun?

Was tun wenn der Hundewelpen beisst? – Foto: castenoid / Bigstock

Und wenn der Welpe weiter beißt?

Es gibt Welpen, die nach ihren eigenen Spielregeln agieren und sich weder durch Schreie oder Spielunterbrechungen beeinflussen lassen. Sie attackieren dann weiter die Hände, die Füße oder die Waden, um die Spiele fortzusetzen. Das sollte man nicht dulden und das Spielen sofort unterbrechen. Dazu kann man den Raum selbst verlassen oder man setzt den Welpen kurz vor die Tür. Hat er sich beruhigt, dann kann man weiter spielen. Er kann auch auf seinen Platz verwiesen werden, wo er zur Ruhe kommen kann. Und man sollte vor allem immer daran denken, dass der Kleine es nicht anders weiß und alles erst lernen muss. Wichtig ist es auch, dass man sich daran erinnert, dass aus dem Welpen mal ein erwachsener Hund wird, der schwer zuführen ist, wenn er es nicht gelernt hat, auf die Besitzer zu hören. Dazu gehört eben auch, dass dem Hund eine Beißhemmung anerzogen wird. Auch ein kleiner Hund kann einem Kind oder einem Erwachsenen böse Verletzungen zufügen. Damit es nicht soweit kommt, muss man gerade bei Hunden mit einem erhöhten Erregungspegel sehr viel Zeit aufwenden und mit ihnen das Beißverhalten üben. Das sind beispielsweise Hunde, die genau dann viel Spaß haben, wenn es bei den Spielen ziemlich wüst zugeht. Aber Vorsicht, je aufgeregter das Spiel wird, umso höher ist die Gefahr dass der Hund zubeißt. Man sollte in dieser Situation sofort das Spiel unterbrechen. Aber nicht nur das Beißen während des Spielen sollte unterbunden werden, sondern auch das Zerbeißen von Gegenständen, wie Schuhe, Socken, Kinderspielzeug und anderen Sachen. Hier können die kleinen Racker noc dazu beitragen, dass man im Haushalt Ordnung hält.

Fazit

Für jeden Hundebesitzer sollten Geduld und Konsequenz die oberste Priorität besitzen. Es bringt nichts, wenn man nach den ersten Erfolgen denkt, dass der Hund jetzt seine Lektion gelernt hat und nicht mehr beißt. Die nächste Situation kann schnell wieder alles Gelernte vergessen lassen. Man muss immer üben und besonders hartnäckig dran bleiben bis der Hund sicher im Verhalten bleibt. Mittel wie Schnauze zudrücken, lautes Schimpfen oder gar schlagen sind äußerst untaugliche Erziehungselemente. Unerfahrene Hundebesitzer sollten sich unbedingt Hilfe bei Tiertrainern oder Hundeschulen suchen. Auch die Erziehung der Welpen sollte niemals den Kindern übertragen werden, da ihnen jegliche Erfahrung in der Hundeführung fehlt und sie durch schnelle oder hektische Bewegungen die Beißlust des Hundes unbewusst herausfordern. Die Besitzer sollten sich im Vorfeld darüber im Klaren sein, was ihr Hund darf und was nicht. Das gilt nicht nur für große Hunde, sondern auch für kleine Rassen, die ebenfalls sehr schmerzhaft zubeißen können.

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