Ratgeber Hundezaun

Ratgeber Hundezaun

Hundezäune :Welches ist der richtige Zaun für mein Hund?

Der Hundezaun dient primär dazu, um ein bestimmtes Gebiet beziehungsweise Terrain für die dort lebenden Hunde abzugrenzen, sodass die Tiere lernen diesen Bereich nicht zu verlassen. Andere Varianten des Hundezauns sind Hundeabsperrgitter, der flexible/mobile Hundezaun, Weidezäune sowie Steckzäune. Hundeabsperrgitter hindern den Hund einerseits daran gewisse Räume wie beispielsweise das Kinderzimmer zu betreten und schützen ihn andererseits vor potenziellen Gefahren wie Treppenaufgänge.

Flexible Möglichkeiten für einen Hundezaun

Der mobile Hundezaun lässt sich generell schnell auf-/abbauen. Normalerweise sind hierbei Steckzäune/Teichzäune gemeint, die beim Camping oder in Gärten schnell als flexible und  als sichere Abgrenzung für Hunde gelten. Der Steckzaun hat den Vorteil, dass er ohne Aufwand erweitert wie auch oft umgestellt werden kann. Wurde zum Beispiel im Garten gedüngt und der Hund darf diesen Bereich nicht betreten, kann dieser mittels Steckzaun einfach und schnell abgegrenzt werden.

Der Steckzaun besteht meistens aus Metallelementen, die keine feste Verankerung im Boden benötigen. Ihre Stabilität wird durch Zusammenstecken der einzelnen Elemente erreicht. Mobile Hundezäune dieser Art sind mit unterschiedlichen Stab-Zwischenräumen, Höhen und Elementbreiten erhältlich. Eine andere Möglichkeit durch einen Hundezaun gewisse Bereiche flexibel abzugrenzen ist der sogenannte Weidezaun. Dieser besteht aus Stäben, jeweils am Ende der engmaschigen Netze sowie dem eigentlichen Netz. Letzteres ist nicht sehr hoch und wird vertikal aufgestellt.

Hundezaun

Foto: l i g h t p o e t / Bigstock

Der unsichtbare beziehungsweise elektrische Hundezaun

Der elektrische Hundezaun (auch als unsichtbarer Zaun bekannt) ist im Vergleich dazu ein Draht-Kabel, welches auf dem Erdboden oder kurz darunter verlegt wird. Der Hund erhält ein Halsband mit Empfänger samt Batterie. Kommt der Hund in die Nähe des Kabels beziehungsweise Hundezauns, erhält der Hund durch den Empfänger entweder einen leichter elektrischen Impuls oder es ertönt ein Piepton, der den Hund stoppen soll. Der elektrische Impuls steht als leichte Bestrafung. Der Hund soll dadurch lernen, dieses abgegrenzte Terrain zu meiden. Der Empfänger am Halsband des Hundes agiert ähnlich einem ‚Ferntrainer‚, wobei der Impuls allerdings automatisch vom unsichtbaren Zaun ausgelöst wird.

Die ‚Lernmethode‘ durch elektrische/unsichtbare Zäune wird derzeit noch von manchen Herstellern angeboten und auch verkauft, gilt jedoch als stark bedenklich. Hierfür gibt es durchaus verständliche Gründe:

  • Einerseits ist es überhaupt nicht erwiesen, dass dieser elektrische Impuls bei Hunden irgendetwas bewirkt. Es handelt sich schließlich nicht um eine Vibration, sondern einen elektrisch erzeugten Impuls. Dieser muss immerhin intensiv genug sein, um Hunde effektiv zu stoppen. Leidet der Hund zum Beispiel unter Herz-Rhythmus-Störungen, kann diese Art Hundezaun höchst gefährlich sein.
  • Andererseits kann der Hund durch Nutzung des unsichtbaren Zauns gewisse Verknüpfungen herstellen, welche nie beabsichtigt waren. Es kann nicht vorhergesehen werden, wie einzelne Hunde auf derartige Installationen reagieren. Es kann daher vorkommen, dass ängstliche und beständige Hunde gleichermaßen durch das Auslösen des elektrischen Impulses erschrecken und zum Beispiel eine Verbindung zwischen ‚Erschrecken und Angst‘ mit Passanten oder Autos herstellen, die gerade vorbeigehen/vorbeifahren. Weitere Konsequenzen im Verhalten der Hunde sind dabei nicht ausgeschlossen.

Wann sollte der Hundezaun NICHT verwendet werden?

Der Hundezaun ist nicht immer eine optimale Ergänzung zu normalen Gartenzäunen, damit der Hund lernt, bestimmte Areale zu meiden. Handelt es sich um einen sehr jungen Hund, kann dies zutreffen. Ist der Gartenbereich generell schon sehr begrenzt, ist ein Hundezaun nicht ratsam, da der Hund so kaum noch Bewegungsfreiheit hat.

Verheerende Folgen können auftreten, wenn ein unsichtbarer/elektrischer Hundezaun als einziger Gartenzaun zur Markierung von Geh- und Verkehrswegen eingesetzt wird. Der elektrische Impuls ist allein schon sehr fragwürdig. Der Hund kann trotz des ausgelösten Impulses die Abgrenzung überschreiten und lebensgefährliche Situationen für sich und die Menschen herausfordern – zum Beispiel einen Autounfall auf angrenzenden Fahrwegen.

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Die Vorteile der Hundezäune kurz zusammengefasst

Hundehalter sind normalerweise nicht immer zur Stelle, wenn ihr Hund Bereiche betritt, die ihm verboten wurden. Ein Hundezaun, der auf die Größe des Tieres abgestimmt ist, kann dieses Problem lösen. Es ist allerdings überaus wichtig, dass ein Hundezaun für Tiere und Menschen gleichermaßen keine Gefahr darstellt. Der Hundezaun sollte zudem korrekt eingesetzt werden und dient dazu:

  • Räumlichkeiten zu begrenzen, die nicht zu betreten sind
  • Terrain abzustecken, wo Hunde nicht erwünscht sind
  • Hunde vor gewissen gefahren zu schützen

Fazit:

Experten empfehlen deshalb traditionelle Hundezäune vorzuziehen, die sich einfach aufbauen lassen und den Hund mit Schleppleine und Belohnung/Leckerchen immer wieder für kurze Zeit zu trainieren. Dies ist grundsätzlich die bessere und gesündere Art der Erziehung, als ein unsichtbarer Hundezaun der nicht gewährleistet, dass der Hund diese Begrenzung beachtet. Zudem kann das Tier bedenkliche Verbindungen zwischen dem elektrischen Impuls und allgemeinen Umwelteindrücken knüpfen.

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