Tipps zur erfolgreichen Hundeerziehung

Tipps zur erfolgreichen Hundeerziehung

Mehr als fünf Millionen Hunde unterschiedlichster Rassen werden von Tierliebhabern in deutschen Haushalten gehalten. Somit ist der Hund nach wie vor das beliebteste Haustier und Freund des Menschen. Damit diese freundschaftliche Beziehung aber eine gute Basis erhält, muss bereits früh damit begonnen werden, das Tier zu erziehen.  Was man bei der Hundeerziehung beachten soll und wie man schnelle und langfristige Erfolge erzielen kann, zeigen wir hier auf:

1. Schon jungen Hunden gutes Benehmen antrainieren

Der Hundehalter sollte bereits früh damit beginnen, seinem Welpen gutes Benehmen anzutrainieren. Denn genau wie in der Kindererziehung lassen sich schlechte Gewohnheiten und anerzogenes Verhalten nicht mehr einfach dem Tier abtrainieren. Nur wer schon mit dem jungen Hund regelmäßig trainiert und diesem Regeln beibringt, der kann diese Verhaltensmuster im Gedächtnis des Tieres verankern. Lassen Sie auch dem süßen Welpen kein schlechtes Benehmen durchgehen. Das Tier kann schon nach wenigen Lebensmonaten Regeln erkennen und diese befolgen. Viel schwerer, manchmal gar unmöglich ist es, einem älteren Hund schlechte Gewohnheiten abzugewöhnen. Schon früh in die Hundeschule zu gehen ist also wichtig für Hundehalter und Vierbeiner.

2. Rangordnen zeigen

Der Hund muss sich als Haustier seinem Menschen unterordnen. Wer durchgehen lässt, das sein Hund das Kommando übernimmt, verliert schnell seinen Platz als Rangoberster. Um dem Tier klarzumachen, dass nicht er den ersten Platz der Rangordnung besetzt, zeigen Sie ihm Grenzen auf. Gehen Sie als erster durch die Haustür wenn Sie vom Spazierengehen zurück kommen. Essen Sie bevor der Hund seine Mahlzeit bekommt. Das Tier darf Ihren Platz nicht einnehmen, lassen Sie also nicht zu, dass sich das Tier auf Ihrem angestammten Platz auf Sofa oder Sessel bequem macht. Dies sind alles Komponenten, die dem Hund klar machen, dass er in der Rangordnung nur eine untergeordnete Rolle spielt und das Herrchen oder Frauchen die Oberhand hat.

3. Konsequenz erzielt gutes Benehmen

Um dem Tier Regeln beizubringen und diese in seinem Kopf verankern zu können, müssen Sie bei der Hundeerziehung stets Konsequent bleiben. Der Hund lernt durch immer wiederkehrende Situationen. Diese ermöglichen Ihnen, das erlernte mit Ihrem Tier immer wieder und wieder trainieren zu können. Nur wenn er das Erlernte gut umsetzen kann, haben Sie die Chance, ein gutes erzogenes Tier Ihr Eigen nennen zu können. Seien Sie daher konsequent und bleiben Sie sich und Ihren Regeln treu, damit es auch Ihrem Hund leichter fällt, diese Regeln befolgen zu können. Belohnen Sie gutes Verhalten mit einem Leckerchen, aber behalten Sie das Leckerli zurück, wenn Ihr Hund nicht den gewünschten Lerneffekt zeigt.

Tipps für mehr Erfolg bei der Hundeerziehung

Foto: chalabala/Bigstock

4. Die richtige Kommunikation zwischen Halter und Tier

Um dem Hund schnell und effektiv Befehle beizubringen, ist es wichtig, dass Sie diese dem Tier klar mitteilen. Kommandos wie „Sitz“ oder „Platz“ sind kurz und knapp und können von jedem Hund verstanden werden. Ein Hund kann kurze Befehle verstehen, lange Reden und Schimpftiraden verwirren das Tier nur, es versteht weder welchen Befehl es ausführen soll, noch was es falsch gemacht hat. Halten Sie daher die Befehle so kurz und knapp wie möglich und geben sie dem Tier Zeit, diesen Befehl auszuführen. Achten Sie auch bei Ihrer Gestik auf eine klare Zeichensprache, damit der Hund Sie versteht.

5. Bleiben sie für das Tier interessant

Hunde haben einen großen Bewegungsdrang und möchten auf den Spaziergängen etwas erleben. damit der Hund aber nicht allein auf Entdeckungstour geht, ist es für den Vierbeiner wichtig, dass Sie als Hundehalter auch interessant bleiben, auch wenn am nächsten Feld ein aufregender Duft das Interesse des Tiers weckt. Üben Sie auf dem Spaziergang immer wieder kleine Kommandos wie Sitz oder Platz, belohnen Sie das Tier dann nach dem ausgeführten Befehl mit einem Leckerli. Mit kleinen Spielen auch außerhalb der eigenen vier Wände erhalten Sie nicht nur die Aufmerksamkeit Ihres vierbeinigen Freundes, sondern stärken auch das freundschaftliche Band zwischen Mensch und Tier.

6. Fordern Sie den Vierbeiner geistig und körperlich

Natürlich kann einer junger Welpe noch keinen Sprint neben dem Radfahrenden Herrchen absolvieren. Kleinen Hunden genügt ein Spaziergang von etwa einer halben Stunde. Hunde sind aber wissbegierig und möchten gefordert und gefördert werden. Überlegen Sie sich, wie Sie das Tier individuell fördern können. Dies kann ein ausdauernder Spaziergang sein, oder aber ein interessantes Spiel mit dem Ball. Verlangen Sie anfangs noch nicht zu viel von Ihrem Tier, aber steigern Sie das Schwierigkeitslevel wenn Sie merken, dass das Tier Ihre Anforderungen erfüllt. Nur ein geistig und körperlich geforderter Hund ist ein ausgeglichenes und glückliches Tier.

7. Loben Sie das Tier

Um einen Lerneffekt erzielen zu können, arbeiten erfahrene Hundeprofis stets mit Leckerlis, die dem Hund zugeführt werden, wenn er das gewünschte Kommando ausgeführt hat. Das Tier erkannt dann, dass sein Verhalten richtig war und es somit belohnt wird. Leckerlies sollten daher nur gezielt und nicht als Snack zwischendurch gegeben werden, damit der Hund das Leckerchen mit dem Lernerfolg verknüpfen kann. Der Hund erwartet sofort nach dem korrekt ausgeführten Kommando seine Belohnung. Besonders Hunde, die das Belohnungsprinzip bereits verinnerlicht haben, wollen das Leckerli schnell sofort haben, wenn Sie den Befehl des Menschen ausgeführt haben. Legen Sie sich das Belohnungsleckerli daher zurecht und belohnen Sie das Tier sofort. Wenn eine zu lange Zeitspanne zwischen ausgeübtem Befehl und Belohnung liegt, kann das Tier diese Verbindung nicht miteinander assoziieren.
Wenn aber ein Befehl nicht korrekt ausgeführt wurde, versteht es sich von selbst, dass der Hund keine Belohnung, sondern Tadel in Form von körperlicher Ablehnung erfährt.

Lesen Sie mehr – Weiterführende Literatur zur Hundeerziehung

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